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Arla stärkt internationales Geschäft: Neue Produktionsanlage für 190 Millionen Euro eingeweiht

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Arla stärkt internationales Geschäft: Neue Produktionsanlage für 190 Millionen Euro eingeweiht

Nach rund dreijähriger Bauzeit hat die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods, mit Hauptsitz im dänischen Viby, heute ihre neue Produktionsanlage zur Herstellung von Milchpulver im rheinland-pfälzischen Pronsfeld offiziell eingeweiht. Mit der zweiten Anlage zur Milchpulverherstellung am größten Arla Standort weltweit stärkt die Molkereigenossenschaft ihr internationales Geschäft, um besonders die global steigende Nachfrage nach bezahlbaren, nahrhaften Milchprodukten bedienen zu können. Zudem werden in der Anlage Produkte für das B2B-Geschäft mit der lebensmittelverarbeitenden Industrie hergestellt, die Milchpulver zum Beispiel in Schokolade oder Backwaren verarbeitet. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Bauprojekts inklusive einer neuen Energiezentrale liegt bei 190 Millionen Euro, wobei rund 22 Prozent davon über ausgeschriebene Aufträge an Unternehmen der regionalen Wirtschaft in der Eifel und in Rheinland-Pfalz gegangen sind. In der Anlage, deren Kernstück ein 51 Meter hoher Trockenturm ist, können jährlich 685 Millionen Kilogramm Milch zu rund 90.000 Tonnen qualitativ hochwertigem Milchpulver verarbeitet werden. Im deutschen Markt gehört Arla zu den Top Fünf in der Molkereibranche und ist mit Marken wie Arla Buko, Arla Skyr und Kærgården sowie Handelsmarken im Lebensmitteleinzelhandel vertreten. Das Unternehmen hat seine Deutschland -Zentrale in Düsseldorf.

„Ich freue mich sehr, heute diese neue Produktionsanlage in unserem Werk in Pronsfeld einzuweihen. Möglichst vielen Menschen täglich den Zugang zu guten, nahrhaften Lebensmitteln zu ermöglichen, ist eine der größten Herausforderungen, vor der wir weltweit stehen. Im Rahmen unserer Fünfjahres-Strategie Future26 werden wir unser Geschäft auf internationalen Märkten wie dem Nahen Osten, Westafrika und Südostasien stärken und ausbauen. Dort übersteigt die Konsumentennachfrage nach erschwinglichen, nahrhaften Milchprodukten die lokale Produktion sowie das Angebot vor Ort. Als das größte Arla Werk weltweit mit einem starken Exportgeschäft, bekommt der Standort Pronsfeld mit der neuen Produktionsanlage einen noch größeren Stellenwert für die Wachstumsstrategie unseres internationalen Geschäfts“, sagte Peder Tuborgh, CEO der Arla Gruppe, anlässlich der offiziellen Einweihung vor zahlreichen Gästen.

Als Ehrengast nahm Daniela Schmitt, Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz an der Eröffnungsfeier teil. In ihrem Grußwort betonte sie die große Bedeutung des Arla Werks als einen der wichtigsten Arbeitgeber der Region und zeigte sich sehr erfreut, dass die Molkereigenossenschaft mit der neuen Produktionsanlage massiv in den Standort investiert hat. „Ihre Investition wird diesen Molkereistandort leistungs- und konkurrenzfähig halten“, sagte Schmitt. „Die Eifel bietet ideale Bedingungen, um hochwertige Rohmilch – die Basis für eine vielfältige Produktpalette – zu produzieren. Die erzeugte Rohmilch muss aber nicht nur produziert, sondern sie muss auch in kreativer, klimaschonender Weise weiterverarbeitet und vermarktet werden. Hier setzt Arla europaweit Maßstäbe. Dabei begrüße ich besonders, dass auch die milcherzeugenden Betriebe in die Nachhaltigkeitsstrategie einbezogen werden.“

Auch Werkschef Jürgen Wolf machte deutlich, wie eng verbunden das Unternehmen mit der Region ist: „Arla, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere Genossenschaftsmitglieder, die Milchbauern, sind tief in der Region verwurzelt. Unser Werk mit fast 1.000 Mitarbeitenden ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Eifel und darüber hinaus. Daher freue ich mich besonders, dass es mit diesem Großprojekt gelungen ist, den Standort weiter zu stärken und auszubauen. Dass dabei Aufträge von rund 42 Millionen Euro des gesamten Investitionsvolumens an Firmen in der Eifel und in Rheinland-Pfalz gegangen sind, zeigt deutlich, wie intensiv wir mit der hiesigen Wirtschaft zusammenarbeiten.“

Internationales Geschäft der Arla Gruppe wird weiter ausgebaut
Weltweit ist die Arla Gruppe derzeit in rund 140 Ländern präsent mit einem jährlichen Umsatz in seinem internationalen Geschäftsbereich von 2,10 Milliarden Euro im vergangenen Jahr; ein Plus von 6,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020. Im Rahmen der Unternehmensstrategie Future26 erwartet die Molkereigenossenschaft ein jährliches Volumenwachstum von 5 bis 7 Prozent im internationalen Markengeschäft. Für weiteres Wachstum hat Arla besonders auch Westafrika und die Region Südostasien im Fokus. Viele Länder dieser Regionen zeichnen sich häufig durch ein starkes Bevölkerungswachstum, mangelnde Ernährung und einen geringen Selbstversorgungsgrad mit nahrhaften Lebensmitteln aus. Beispiel Nigeria: Das Land gehört zu den Nationen der Welt, die am schnellsten wachsen. Nach Prognosen der Vereinten Nationen wird die dortige Bevölkerung bis 2030 um 28 Prozent zunehmen und sich bis zum Jahr 2050 auf fast 400 Millionen Menschen nahezu verdoppeln. Bereits heute gibt es dort eine zunehmende Nachfrage nach erschwinglichen Milchprodukten. Der nigerianische Milchsektor ist derzeit jedoch nur in der Lage, weniger als 10 Prozent der Nachfrage des Landes nach Milchprodukten zu decken. Daher ist das Land auf Lebensmittelimporte angewiesen, wie etwa auf Produkte aus nahrhaftem Milchpulver, die ein integrierter und wichtiger Bestandteil der lokalen Ernährung sind, insbesondere in stark wachsenden, städtischen Gebieten.

Dabei verfolgt Arla im Rahmen seiner nachhaltigen Wachstumsstrategie in Nigeria, wie auch in anderen internationalen Märkten, einen zweigleisigen Ansatz. Zum einen sorgt die Molkereigenossenschaft mit importierten Lebensmitteln für Ernährungssicherheit, zum anderen unterstützt das Unternehmen im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften den Aufbau eines nachhaltigen Milchsektors vor Ort. Hierzu gehören in Nigeria etwa der Aufbau von Milchsammelstellen, die Vermarktung von Produkten aus heimischer Produktion oder die Schulung von einheimischen Landwirten.

Milchpulver eignet sich aufgrund seiner Beschaffenheit und langen Lagerfähigkeit besonders für lange Transportwege ohne Kühlung. Die in Pronsfeld hergestellten Produkte sind Markenprodukte, die unter Markennamen wie zum Beispiel Arla Dano vertrieben werden. In den Zielländern wird das Milchpulver in kleinere Verbraucherverpackungen umverpackt. Unter der Hinzugabe von Trinkwasser stellen sich die Konsumenten dann Trinkmilch daraus her.

Fokus Nachhaltigkeit bei der Produktion
Wie Arla Foods Anfang des Jahres bekannt gab, hat sich die Molkereigenossenschaft im Bereich der eigenen Produktionsstätten die Einhaltung des 1,5 Grad Ziels des Pariser Abkommens zum Ziel gesetzt. So sollen die Treibhausgasemissionen aus den Bereichen Produktion, Logistik und Energienutzung bis 2030 um 63 Prozent reduziert werden. Und auch bei der Errichtung der neuen Anlage für die Milchpulverproduktion und der damit verbundenen Erweiterung der Infrastruktur des Werks lag ein besonderer Fokus auf Nachhaltigkeit. So spart die neue, erweiterte Kälteanlage in Verbindung mit der neuen Energiezentrale zur Strom- und Wärmeerzeugung (KWK: Kraft-Wärme-Koppelungsanlage angetrieben von einer Gasturbine) pro Jahr rund 1.800 Megawatt Stunden Strom und zirka 1.200 Tonnen CO2 im Vergleich zu einer herkömmlichen Kälteanlage mit einem elektrisch betriebenen Kompressor. Die Kühlkapazitäten werden für verschiedene Produktionsschritte im gesamten Werk benötigt. Da am Standort derzeit keine „grüne“ Energiealternative im ausreichenden Maße zur Verfügung steht, wird Arla als kurzfristige Lösung, Ökostromzertifikate erwerben, die den CO2e-Emissionen sowohl für das im neuen Produktionsturm verwendete Gas als auch für den dort verwendeten Strom entsprechen. Zudem prüft die Molkereigenossenschaft 25 Prozent des genutzten Erdgases in der Energiezentrale zukünftig durch grünen Wasserstoff zu ersetzen, was zu einer verbesserten CO2-Bilanz der Anlage beitragen würde.

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